crazy|karo’s Blog


Dear beloved…
17. Mai, 2008, 11:57
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Der kalifornische Supreme Court hat entschieden: Gleichgeschlechtliche Partner dürfen genauso heiraten wie Mann und Frau. Toll, denkt man sich da, Liebes Amerika, willkommen in der modernen Welt. Wären da nicht die Unsummen an lächerlichen Reaktionen auf diese Entscheidung. Wie die Überschrift zu dieser “Untat” des kalifornischen Gerichtshofes zum Beipiel beim Newsportal VirtueOnline.org aussieht (”TugendOnline” - was für ein Blödsinn) könnt ihr euch sicher denken: “Kalifornischer Gerichtshof zwingt dem Staat die homosexuelle ‘Ehe’ auf”. Das Wort ‘Aufzwingen’ spricht da schon Bände. Und ‘Ehe’ in Anführungszeichen, wohlgemerkt.

Da wird dann zum Beispiel stolz berichtet, dass ja schon 1,1 Millionen Kalifornier ihre Unterschrift gegen die Entscheidung des Gerichtshofes auf ProtectMatriage.com eingereicht haben. Herrjee. 1,1 Millionen Leute, die anscheinend in ihrem Leben nichts besseres zu tun haben, als anderen Leuten ihr Leben schwerzumachen. Hallo, habt ihr keine anderen Probleme? Kriminalität, Gewalt, Drogen, die Zerstörung unseres Planeten, sucht euch was euch gegen was ihr kämpft. Und kehrt doch vor allem erst mal euren eigenen Mist bevor ihr anderen Leuten vorwerft, welchen zu produzieren.

Und dann wird da jemand zitiert, der vor dem Zitat erst mal als “ehemaliger Homosexueller” tituliert wird. Was für ein himmelschreiender Blödsinn! Da wird in einem lapidaren Nebenkommentar erst mal impliziert, dass Homosexualität sowas wie eine Krankheit oder ein Irrlgaube sei, etwas, dass man abstreifen kann wie einen Mantel. Und zum anderen möchte man sich damit seiner eigenen Unschuld und Pseudo-Toleranz vergewissern, nach dem Motto “Hey, wir sind doch alle so tolerant, wir lassen sogar einen ehemaligen (!!!) Schwulen zu Wort kommen”.

Dem nicht genug, setzt das Zitat selbst von diesem “ehemaligen Homosexuellen” dem ganzen die Krone auf. da denkt man sich ja eigentlich, dass diese armen Leute einfach keine anderen Probleme haben, dass ihnen langweilig ist oder dass sie einfach Spaß haben, anderen Leuten das Leben zu vermiesen. Aber nein! Natürlich haben sie einen guten Grund: “My immediate concern is for America’s children — children who will be deceived into believing this sinful activity is normal and natural: it is not.”

Argh. Na klar, die unschuldigen Kinder müssen wieder als Ausrede für menschenverachtendes Tun herhalten. Also ich bin jetzt kein Experte und weiß keine Zahlen, aber ich möchte auch gar nicht wissen wieviele Kinder in gleichgeschlechtlichen Ehen in Kalifornien und anderswo geschlagen, gequält, missbraucht, vernachlässigt und “zur Sünde geführt” werden, um mal im Vokabular der Herren VirtueOnline zu bleiben.

Wahrscheinlich ist das ganze intolerante Gesocks in seinen eigenen gleichgeschlechtlichen Ehen unglücklich, und gönnt anderen Paaren ihr Glück nicht, die halt zufälligerweise nicht gleichgeschlechtlich sind. Anders kann ich es mir nicht erklären, es gibt keinen rationalen, objektiven Grund, außer Neid, Missgunst und Engstirnigkeit. Was macht es für einen verdammten Unterschied wenn zwei Menschen sich lieben, was für ein Geschlecht, Rasse, Nationalität, Glaube, sonstwas sie angehören?

Es kommt selten genug vor, dass sich zwei Menschen uneingeschränkt füreinander bestimmt fühlen. Und ihnen aufgrund einer so arbiträren Kategorie wie Geschlecht ihr Glück zu verweigern, ist für mich Menschenverachtung und Frevel aus Langeweile und Neid. Liebe Kalifornier und andere engstirnige Amerikaner, Deutsche und überhaupt alle Erdenbürger die ebenso denken: Kümmert euch um die wirklich wichtigen Probleme auf dieser Erde und lasst Liebespaare heiraten wen sie wollen.



Meine kleine Bauernwiese + Kapuzinerkresse, Update 4

Da mir mein kleiner Garten auf dem Balkon im Moment geradezu davonwächst, hier nochmal ein Update. In beiden Kästen wächst und gedeiht es prächtig - ich bin schon gespannt wenn und wann die Pracht erstmal das Blühen anfängt! So sieht es derzeit aus:



Da mir jetzt die Blumenkästen ausgehen, plane ich gerade, in einem kleinen Topf noch eine weiß-rosa-pinke Cosmea-Mischung anzupflanzen. Die sieht folgerndermaßen aus:

Das wird sicher toll, wenn alles so schön weiterwächst wie im Moment. Fragt sich nur was aus der ganzen Pracht eigentlich werden soll wenn ich mal in Urlaub fahre? Muss ich mal meine McGuyver-Qualitäten bemühen und eine Bewässerungsvorrichtung basteln oder sowas. Ich habe auch schon ein kleines Sonnendach auf meinen Balkon gebastelt, aber die Erfindung hat noch einige latante Mängel, an denen ich erst einmal arbeiten muss… Im Moment bleibt man noch an diversen Schnüren hängen wenn man versucht den Balkon zu betreten. Deshalb zeige ich davon im Moment auch lieber noch kein Bild. Aber ich werde dran arbeiten wenn ich wieder gesund bin, im Moment muss ich nämlich Antibiotika nehmen, bähh.



Für Frauen und Frauenversteher
15. Mai, 2008, 15:20
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So, die meisten Männer können jetzt woanders hinlesen, -surfen, -gucken. Heute gibt es etwas für die Frauen und Frauenversteher sowie diejenigen die es werden wollen.

Ich habe beim Im-Netz-Stöbern gerade das “Museum of Menstruation and Women’s Health” entdeckt, oder kurz MUM. Es gibt eine eigene Seite für unterschiedliche Ausdrücke für “Menstruation” in allen möglichen Sprachen und Ländern, von Amerika bis Zambia. Besonders kreativ erscheinen mir die Australier (”riding the cotton pony” ist da mein Favorit, oder auch “CSI: Uterus”), während die Japaner aufgrund ihrer höflichen Umgangsformen erwartungsgemäß ebenfalls mit sehr poetischen Begriffen aufwarten ( ‘getsuji’ oder ‘tsuki no mono’ - ‘moon thing’, ‘ichigo-chan’ - ‘Little Miss Strawberry’, ‘hi no maru’ - ‘rising sun’ von der japanischen Flagge, der rote Kreis auf weißem Grund oder auch ganz lapidar ‘ketchappu’ - ‘ketchup’, ‘tomato’). Die Begriffe die bisher für Deutschland eingesandt wurden sind dagegen recht dürftig. Da fehlt auf jeden Fall noch meine Favorit “Erdbeerwoche”, dafür hat mich die Lektüre um dem Begriff der “Waldbeerfrau” bereichert.

Es sind soviele witzige Ausdrücke dass ich nur eine kleine Auswahl geben kann - wenn bei euch auch gerade der rote Baron gelandet ist, Tante Rosa zu Besuch oder die rote Königin in der Stadt ist oder euch einfach nur langweilig ist, surft doch mal drauf:

Liverpool are playing at home (wegen der roten Trikots bei Heimspielen)
I sat on a tomato
I’m rebooting the Ovarian Operating System (für die Nerds unter uns)
Mijn dam is gebroken (aus Holland)

ebenfalls auf mum.org
(ebenfalls von mum.org)



Die Frage nach der Schnur
14. Mai, 2008, 10:12
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Immer wenn ich sie dringend brauche, habe ich keine zu Hause: Die Schnur. Doch wo ist die stinknormale Schnur heutzutage eigentlich hin? Möchte man wirklich einfach nur eine Schnur ohne einen bestimmten Zweck, fängt es schonmal damit an, dass man gar nicht weiß wo man denn eine kaufen kann. Schon in der Norma gegenüber bekommt man alles mögliche vom Sägeblätter-Set bis zum Moskitonetz mit leuchtenden Schmetterlingen, aber keine Schnur.

Sucht man weiter, findet man vielleicht eine Paketkordel, die fast so etwas wie eine normale Schnur ist, nur viel teurer. Dann gibt es noch Geschenkbänder, Bastschnüre und verschiedene andere Sonderschnüre im Bastelladen, die aber allesamt das Budget einer Normalschnur bei weitem übersteigen.

Liebe Schnurinustrie, ich möchte wieder eine Normalschnur haben, für die ich nicht erst drei Stunden in der Stadt suchen muss. Und die keine Sonderfunktionen und -ausstattungen hat, außer eine stinknormale Schnur zu sein.



Die fünfte Jahreszeit
13. Mai, 2008, 15:34
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Jeder gestandene Franke weiß wahrscheinlich, dass wir uns gerade in der fünften Jahreszeit befinden: Die Bergkirchweih in Erlangen. Heute wollen wir uns denjenigen armen Menschen widmen, die die fünfte Jahreszeit noch nicht erleben durften beziehungsweise gar nichts von ihrer Existenz wissen, und erklären, was der “Berch” denn überhaupt ist.

Die Bergkirchweih ist Deutschlands ältestes und (nach den Besucherzahlen) drittgrößtes Bierfest: Im Jahre 2005 feierte das Spektakel sein 250jähriges Bestehen. Stattfinden tut es jeweils an Pfingsten (Nomen-est-Omen) an einem Berghang im kleinen Städtchen Erlangen bei Nürnberg. Der Hang des Burgbergs ist etwa einen Kilometer lang und bietet 11.000 Sitzplätze an fest installierten Holztischen, meist wird aber sowieso auf den Bänken getanzt und nicht gesessen. An den zwölf Tagen des “Berchs” (fränkisch für “Berg”) kommen etwa eine Million Besucher, was etwa zehnmal so viel ist wie Erlangen sonst an Einwohnern hat. Besondere Attraktionen sind die Bierkeller, die sich als Stollen bis zu 860 Meter in und durch den Berg hindurchziehen. Aufgrund ihrer konstant kühlen Temperatur waren sie optimal zum Reifen und Lagern von Bier geeignet und wurden schon im 17. Jahrhundert dafür genutzt (zumindest wurde im Jahre 1690 mit dem Bau des jetzigen Henninger-Kellers begonnen, man schätzt den Bau der ersten Keller auf 1675).

An den Universitäten Erlangen-Nürnberg gab es bis zum Jahre 1998 exklusiv die einwöchigen Bergferien, da mit betrunkenen Studenten und Dozenten naturgemäß kein geregelter Universitätsbetrieb möglich war. Die wurden allerdings 1999 abgeschafft, übrig blieb nur der (vorlesungsfreie) Dienstag nach Pfingsten, was von den Studenten mit Kommentaren wie “Ein Verlust von Kulturgut zu Gunsten einer nicht gerade erfolgversprechenden Hochschulpolitik” quittiert wurde. Ob der Universitätsbetrieb nun geregelter abläuft bleibt sowieso fraglich.

Ich hoffe, ich konnte etwas Licht in die dunklen Gehirnwindungen der Nichtwissenden bringen. All diese und noch mehr Informationen unter www.der-berg-ruft.de.



Die kleinen Abschiede des Lebens oder Ein Turnschuh geht in Rente
12. Mai, 2008, 16:36
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Wer hat sie nicht: Die Lieblingsturnschuhe, den Lieblingsbikini, die Lieblingshose, das Lieblingskleid. Lange haben sie uns begleitet, immer für uns im Schrank gewartet, wann immer wir sie brauchten. Sie waren immer da. Wir haben sie gewaschen, getrocknet, geputzt, mit Zeitungspapier ausgestopft, mit Fleckensalz behandelt. Dann kommt der traurige Moment, wo der Gummi sich mit einem spröden Kratzgeräusch für immer verabschiedet, die Fasern der Hose so durchgerutscht sind dass man nicht mehr weiß wo man noch das flicken anfangen soll, das Leder sich von der Sohle oder gleich die Sohle vom Schuh löst und das Lederriemchen endgültig unter den Fingern zerbröselt.

Das sind die traurigen Momente, in denen unsere Lieblingsstücke uns sagen “Wir können nicht mehr”. Wir haben so viel zusammen erlebt, aber wir haben uns einen gemütlichen Lebensabend samt Rente verdient.

Sie wegzuschmeißen würden wir ohnehin nicht übers Herz bringen. Aber wie sieht der gemütliche Lebensabend eines Turnschuhs aus?



Riechen oder stinken? Eine Hassliebe

Knoblauch, Knoblauch
Ist unsere Leidenschaft.
Knoblauch, Knoblauch
Gibt Leib und Seele Kraft.
Er macht größer was zu klein ist.
Er macht edel was gemein ist.
Und macht härter was erschlafft.
Und macht härter was erschlafft.
(Tanz der Vampire)

Ein Mittel gegen Blutsauger, eine Medizin bei mittelalterlichen Pest- und Choleraepidemien, ein Angriff auf die Nase der alten griechischen Götter, aus des Teufels (linkem) Fußabdruck entsprungen, eine Grabbeigabe für Pharaonen und Streikgrund für Pyramidenarbeiter: Viel wird dem Knofi so nachgesagt, und so vielschichtig die Legenden sind die den Knoblauch umranken, so vielschichtig sind unsere Gefühle ihm gegenüber. Irgendwie mögen wir ihn alle, aber irgendwie verabscheuen wir ihn auch. Nach dem Genuss meines selbstgemachten Zaziki heute konnten wir jedenfalls die Stinkwolken förmlich sehen die wir so produzierten, und die Rosen in der Vase auf dem Tisch haben merklich die zarte Nase gerümpft.

Da ich zum ersten Mal in meinem Leben frischen Knoblauch statt getrocknetem für das Zaziki verwendet habe, muss ich gleich mal meine Erfahrungen und neuen Erkenntnisse teilen. Den frischen Knoblauch verwendet man nämlich wie eine Zwiebel geschält im Ganzen, also die komplette Knolle, und er ist milder im Geschmack, außerdem kommt er aus Asien und es gibt ihn nur an ein paar Wochen im Frühjahr, dann ist die Saison vorbei. Dann habe ich gelernt, dass es noch den sogenannten Elefanten- oder Riesenknoblauch gibt. Dessen einzelne Zehen sind so groß wie in ganzer ‘normaler’ Knoblauchkopf. Und es gibt noch den Chinesischen Knoblauch, der etwas rötlich anmutet von außen, ansonsten unserem Knoblauch ähnelt, aber er besteht von Haus aus nur aus einer einzigen, großen, homogenen ‘Zehe’. Diese ausgefalleneren Varianten ersparen einem auf jedem Fall viel lästiges Geschäle.

Interessant auch die vielen unterschiedlichen Ratschläge, wie man den geliebt-gehassten Knoblauchduft wieder los wird. Da soll zum Beispiel helfen Trinken von Milch, Kauen von frischen Petersilien- oder Kerbelblättchen, Kaffeebohnen, Chlorophyll-Tabletten (erhältlich in Drogerien und Apotheken), Kardamomsamen, Gewürznelken”. Und gegen den Geruch an den Händen vom Schneiden soll entweder Zitronensaft helfen, oder sich mit irgendeinem Edelstahlgegenstand die Hände wie mit Seife zu waschen, oder - selber Effekt - die Hände am Spülbecken zu reiben. Zusätzlich sollte man die Hände schon nassmachen mit kaltem Wasser bevor man anfängt zu schneiden.

Zum Abschluss noch etwas Wissen zum Angeben, wie griechisch denn Zaziki nun wirklich ist:

Die türkische Küche hat auch die griechische und die Balkanküche geprägt. So stammt zum Beispiel der “Zaziki” aus dem türkischen “Cacık” und “Cevapcici” kommt von “Kebap Şişi” (Kebap-Spieß; Spießbraten). Auch der “Joghurt” kommt vom türkischen “Yoğurt”.
(Wikipedia)



Fiiiischi Fischi Fischi!!
10. Mai, 2008, 19:52
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Dieser Eintrag ist jenen Menschen gewidmet, die schon einmal versucht haben, Goldfische aus einem großen Teich zu fangen. Mit einem Kescher. Diese kleinen Viecher sind so immens lernfähig und flink, dass man vielleicht alle drei Tage einen erwischt. Die reproduzieren sich in dem Fall dreimal so schnell wie man sie fängt. Nach etwas Recherche und nachdem ich gestern schon fast in den Teich meiner Eltern geplumpst wäre, werde ich demnächst mal eine Kleinfischreuse ersteigern und hoffen, dass da ein paar Fischies jeden Tag drin sind. So nennt sich (in etwa) ein mit einem Netz umspannter Drahtkegel mit einer oder zwei kleinen Öffnungen und einem Innenraum, aus dem die Fischies, sind sie erst einmal drin, nicht wieder herausfinden. Man lernt nie aus!

Oder ich machs einfach wie Ernie und Bert:



Der mysteriöse Todesfall einer Spinne
9. Mai, 2008, 17:57
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Heute ging es den Wespen auf dem Balkon an den Kragen, aber das nur so nebenbei. Denn was ich eigentlich erzählen will, fiel mir heute im Badezimmer ein, beim Anblick einer ganz widerwärtigen (lebendigen) Spinne auf dem Boden meiner Dusche. Als ich nämlich noch in Köln gewohnt habe, fand ich dort eines Tages ebenfalls eine (tote) Spinne in meiner Dusche. Allerdings war diese Spinne nicht auf irgendeine gewöhnliche Weise gestorben: Ich bin zwar kein Forensiker, aber diese Spinne war eindeutig von irgendetwas erschlagen worden. Nun gab es dafür aber nur eine (sehr absurde) Erklärung, wie sich der Tod der Spinne ereignet haben konnte. Zu der Zeit hatte ich meinen Nassrasierer an der Wand der Dusche hängen, dessen Halterung mit einem Plastiksaugnapf an den Fliesen festgemacht war. Und der lag ebenfalls auf dem Boden der Dusche - er war also heruntergefallen, die Art von Halterung löst sich schließlich ab und an mal.

Die Schlussfolgerung: Der Nassrasierer hat sich also just in dem Moment von der Wand gelöst, als die Spinne gerade in der Dusche auf ihren widerlichen acht Beinen herumstolziert ist. Und dann ist der Rasierer auch noch genau so auf dem Boden der Dusche aufgekommen, dass er dabei die Spinne erschlagen hat.

Was für ein unfassbares Pech muss man bitte als so eine Spinne haben, um von einem herabstürzenden Nassrasierer erschlagen zu werden? Das erinnert mich jetzt gerade an den Eintrag vor ein paar Tagen, der von der TV Serie So gut wie tot - Dead like me handelte, in der die Hauptdarstellerin “von einem vom Himmel fallenden, nicht verglühten Toilettensitz der Raumstation MIR erschlagen” wird. Ist ja so ungefähr vergleichbar, würde ich mal behaupten. Zumindest stelle ich mir beides höchst unangenehm vor.



Der Satyr und die Elfe
8. Mai, 2008, 14:59
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Das Wetter ist ja nach wie vor traumhaft, aber irgendwie hat mir die Sonne heute mein Gehirn getrocknet. Zumindest herrscht im Moment eine große, kuschelige, warme Leere in meinem Kopf. Deshalb gebe ich jetzt einfach wieder, was mich in meiner Lieblingsvorlesung zur Literatur des 18. Jahrhunderts heute in höchstem Maße amüsiert hat. Es ging um die Etymologie von “Satire”, und in einem kurzen Exkurs zum Gestalt der “Satyrn” wurden letztere folgendermaßen beschrieben:

“(…)die kleinen Männchen die sich hinter Büschen verstecken und die Elfen umhumpeln.”

Genial oder? Und dafür braucht Wikipedia ganze 1696 Wörter auf vier Seiten, dabei geht es doch viel kürzer. Allein in dem Ausdruck “Elfen umhumpeln” ist doch schon fast alles gesagt, was man über einen Satyr wissen muss. Ich liebe diesen Professor.