Felidaephilie oder Mein Faible für Katzen
Katzen sind so wundervolle Geschöpfe. So eigensinnig, emotional, unterschiedlich, stur, toll und faszinierend - wie wir selbst. Katzen sind ein magischer Spiegel, in diesen riesigen, wundervollen Augen mit der geschlitzten Pupille erkennen wir uns zuallererst selbst. Meine seelenverwandte Lieblingskatze ist ja irgendwann verschwunden und mit ziemlicher Sicherheit schon tot, aber zumindest eine ihrer Nachkommen verweilt noch bei den Nachbarn meiner Eltern. Mucki. Die auf meinem Bett in meinem Beisein geboren wurde und aussah wie ein kleiner weißer Tiger aus Siegfried & Roys persönlichem Zoo:



Leider ist mein kleiner weißer Tiger inzwischen so fett, dass die schwarz-weißen Streifen auf Bauch und Rücken nicht mehr schwarz-weiß sind, sondern zu einem einzigen Grau zerlaufen sind. Und da ihre Großmutter auch eine Wildkatze war, die mein Bruder in Kroatien aus einer Kläranlage gerettet hat, ist ihr Kopf und ihr Restkörper im Vergleich zum riesigen Bauch jetzt ziemlich unproportional. Das sieht dann so aus:

Meine kleine Mucki… jetzt wird sie halt schon langsam ganz schön alt, geboren am Muttertag 1994. Hach, Katzen… Ich hätte gerne eine Taschenkatze. Die immer ganz klein bleibt und die man immer mit sich rum tragen kann. Immerhin sollte ja schon 2007 die Allergikerkatze auf den amerikanischen Markt kommen. Wieso nicht auch eine Taschenkatze? Oder hey, einen Taschendrachen. Der spuckt Feuer wenn man ihn am Schwanz zieht, und dann kann man sich im Winter die Händer dran wärmen. Oder im Restaurant die romantische Kerze anzünden, wenns der Kellner mal wieder vergisst.
Welcome to the Blogosphere!
29. April, 2008, 14:46
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Tadaaa! Die Blogomanie greift weiter um sich, und nun kann ich stolz einen ganz besonderen Neuzugang ankündigen: Meine Lieblingsverteidigerin der Menschenrechte und Meinungsfreiheit, die Verfechterin von rosarotem Pop und Postmoderne, die Spalterin des Spiegels: *tusch* MILA’S LOOPS!! Meine Seelenschwester, die jetzt mit mir zusammen die unendlichen Weiten der Blogosphäre erkundet! Aktuell: Poppige First Impressions zum brandneuen GTA IV - Unbedingt reinklicken und das Blog-Greenhorn willkommen heißen!
Das Mysterium Kühlschrank
Da ich meine verehrte Leserschaft nicht schon wieder mit unnützem Wissen quälen mag, heute etwas zum Thema Kühlschrank. Ich habe ja bereits diverse Erfahrungen damit gemacht, dass wenn man etwas zu nah an der hinteren Innenwand eines Kühlschranks aufbewahrt, sich Wasser ansammelt auf betroffenem Lebensmittel und man das tunlichst vermeiden sollte. Heute habe ich nun etwas neues bemerkt, denn die Dinge die man zu nah an der Wand lagert können auch mitten in der Normaltemperatur eines Kühlschranks richtig einfrieren. So geschehen mit meinem Kopf Eisbergsalat, der an einem Punkt zwei Zentimeter tief eingefroren war, mit diversen Eisschichten zwischen den Blättern. Worauf ich mich nun frage, wie so ein Kühlschrank denn eigentlich funktioniert. Aber auf einer anderen Ebene will ich es dann doch gar nicht so genau wissen. Manche Dinge sind denke ich schöner, wenn man gar nicht weiß, wie sie denn eigentlich im Detail funktionieren. Photosynthese. HTML. Meine Küchenmaschine. Mein Computer. Kühlschränke. Manchmal braucht man die kleinen Mysterien des Alltags, um sich noch einen Rest Unerklärbarkeit in unserem durch-, über- und aufgeklärtem Universum zu bewahren.
Von zahm bis Wild: Der Hirsch ist auf der Pirsch!
27. April, 2008, 11:00
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Die neue (Anti-)Werbekampagne von Jägermeister sollte inzwischen den meisten bekannt sein - falls nicht, sollte man das schleunigst unter www.keinjaegermeister.de nachholen. Da wir performativ und postmodern sind und uns gerne selbst inszenieren, mussten wir natürlich auf die offizielle Kein-Jägermeister-Party gehen, die gestern in Erlangen im Kanapee gastierte. Standesgemäß natürlich ganz in Pastell, spießig und kariert. Bis 22.30 Uhr war von der Party nicht viel zu bemerken außer ein wenig Jägermeister-Deko. Dann wurde jedoch plötzlich der Kein-Jägermeister-Dubiduu-Jingle in Endlosschleife gespielt, und ein Blockflöten-Mann in pastellgelb und eine Triangel-Frau in zartem rosa verteilten spießige Stofftaschentücher. Die Sorte, in die sich alte Männer immer schneuzen. Nach einer Runde durchs Lokal kam dann der wilde Teil der Party, der Hirsch, wilde Musik, schrille Farben, nackte Haut. Blumenketten und T-Shirts mit Jägermeister-Logo und leuchtende Ketten zum umhängen. Nach dem ersten freien, eisgekühlten Jägermeister im stilechten Reagenzglas dachte ich mir “Na endlich, springt ja doch noch ein Jägermeister raus”. Nach dem fünften Reagenzglas dachte ich dann nicht mehr wirklich viel, aber auf jeden Fall war da das Gefühl, dass sich die Warterei ja doch noch gelohnt hat. Und natürlich gibt es auch ganz zahme und ziemlich wilde Fotos.
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Stößchen!
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Ziemlich zahm!
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Soviel Dubiduu ist ganz schön anstrengend...
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Achtung jetzt wird's wild!
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Der Hirsch ist auf der Pirsch...
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...und vergnügt sich an unserem Tisch
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Die Original Jägermeister-Blumenkette und Trinkgefäße
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Und die Jägermeister-Leucht-Kette! (Danke Felix!)
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Der zahme Ceasar winkt dem Volke zum Abschied
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Hach...
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Das erste Dekret des jungen Caesars: Jägermeister für alle!
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Ziemlich zahm?? Nein, ganz wild!!
Wochenendwetter
26. April, 2008, 16:24
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Da unnützes Wissen zum Angeben ganz bestimmt ein evolutionärer Vorteil der natürlichen Auslese ist, hier noch ein besonders schönes Exemplar. Deutsche Forscher haben in der Studie An unexpected pattern of distinct weekly periodicities in climatological variables in Germany einen Zusammenhang zwischen Wochenende und Wetter er.. äh, gefunden. So ist es unter der Woche durchschnittlich am schönsten (Sonnenscheindauer und Höhe der Temperatur), während es am Samstag und Sonntag den meisten Regen gibt. Der schönste Tag der Wetterwoche wäre demnach der Dienstag (Sonnenscheindauer), der wärmste Tag der Mittwoch, und am Montag regnet es am seltensten. Hervorgerufen wird dieser Effekt indirekt durch Emissionen von Autos und Industrie, was zu einem 7-Tage-Rhythmus der Ruß- und Sulfatpartikel in der Luft führt. Beziehungsweise fünf Tage und zwei Tage Pause.
Interessanterweise kritisieren österreichischen Meteorologen die Studie, und sagen, der Untersuchungszeitraum von 15 Jahren wäre zu kurz und die 6,3 Millionen ausgewerteten Messwerte wären zu wenig.
Wie dem auch sei, im Moment ist es eher ja umgekehrt. Samstag und Sonntag die schönsten Tage der Woche, unter der Woche Regen. Ich werde da mal die nächsten Wochenenden drauf achten, was das Wetter so macht am Wochenende.
Projekt Bauerngarten, Update 2. Bonus: Die Kapuzinerkresse!
25. April, 2008, 16:47
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Projekt Bauerngarten, Update 1
24. April, 2008, 15:18
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Wiese
Gerne würde ich euch an dieser Stelle ein Foto der bereits bis zu zwei Zentimeter hohen, überall sprießenden Pflänzchen präsentieren, die sich in den Blumenkästen meines Balkons räkeln. Leider regnet es draußen, und da “bewölkt, vereinzelt Schauer, 10 Grad” auch gerade meiner Stimmung entspricht, die demzufolge nicht gerade sonnig ist, werde ich mich nicht noch physisch in den Regen nach draußen stellen. Der Fotobeweis muss also noch warten. Aber ich kann euch versichern, dass die Bauernwiese erste Sprößlinge vorzuweisen hat, und auch die Kapuzinerkresse keimt, und vermehrt sich sogar unterirdisch (echt unglaublich, da wachsen kleine Kapuzinerkressepflänzchen wo ich gar keine angebaut habe). Außerdem hier ein kleines Stück unnützen Wissens, das bei mir in unproportional großen Mengen vorhanden ist:
“An heißen Sommerabenden soll sich die Kapuzinerkresse manchmal elektrisch entladen, was in der Dunkelheit sichtbar ist.” (Wikipedia)
Ob das stimmt, werde ich diesen Sommer versuchen herauszufinden. Apropos Quell des unnützen Wissens: Ich wusste heute in der Mensa sogar, welcher Sherpa zusammen mit Sir Edmund Hillary als erstes den Mount Everest bestiegen hat: Tenzing Norgay. Ich habe sogar schon in dem Zimmer in einem kleinen nepalesischen Bergdorf namens Namche Bazar übernachtet, in dem laut der Besitzerin des Guesthouse Sir Edmund Hillary vor seiner Erstbesteigung geschlafen hat. Aber das ist wohl nicht so einfach herauszufinden ob das stimmt wie Kapuzinerkresse zu beobachten.
Kommentarphobie
Nicht ein kleiner, winziger Comment in sooo langer Zeit? Buhuuu…
Heute im Angebot: Die Suchbegriffe, bei denen mein Blog bisher gefunden und angeklickt wurde.
karo as Öl 1
bauerngarten balkon 1
erfahrungen mit tibit 1
super pimmel 1
pimmel 1
Karo’s Sense of Snow
22. April, 2008, 9:31
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Schmerz,
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Sehnsucht,
Steiermark,
StudiVZ
Ein kurzer Kommentar zu einem StudiVZ-Foto (auf dem ich mit meinem Snowboard im 2 Meter hohen Schnee stehe) von meinem lieben Freund Schweigi hat wieder eine Ursehnsucht nach Mariazell in mir ausgelöst. Die Heimat meines Herzens. Steirerbluat is koa Himbeersoft, nicht wahr? Sehnsucht nach den Bergen, dem Himmel, den Sternen, dem Duft, dem Bier, dem Schnee, den Wiesen, dem Erlaufsee mit dem Holzsteg, dem kuschligen Ort Mariazell und vor allem nach den Leuten, den lieben Freunden, die mir so viel bedeuten und die ich viel, wirklich viiieeeel zu selten sehe. Das alles schmerzt gerade so sehr dass ich mein Herz in meinem Brustkorb spüren kann, wie es sich zusammenzieht. Es ist als hätte ich einen Teil von mir dort gelassen, als wir weggezogen sind, genauso wie ein (zugegeben, etwas ungleich kleinerer) Teil meiner selbst in Köln/Düsseldorf geblieben ist.
Es ist ein Fluch und ein Segen sein Herz in Stücke zu reißen und auf mehrere Orte aufzuteilen… Ich fühl mich gerade ein bisschen wie Lord Voldemort.
Wenn sich zwei streiten
…freut sich der dritte, und wer anderen eine Grube gräbt… na ihr wisst schon. Traurigerweise bewahrheitet sich ersteres Sprichwort gerade exemplarisch im amerikanischen Wahlkampf. Umfragen zufolge ist nun eingetreten, was bei dem ewigen Kampf zwischen Obama und Clinton leider zu erwarten war: McCain hat nun die Gunst der Mehrheit in den USA.
Applaus. Bravo. Die Democrats als Partei schießen sich echt mal seit geraumer Zeit selber ins Bein (hmm… das Sprichwort geht irgendwie anders…). Mein ehemaliger und sehr geschätzter Kollege und Freund Budi würde sagen: “Ein zweischneidiges Pferd”. Zum einen diese mir unverständliche Misere mit den Stimmen der Deligierten in Michigan und Florida, zum anderen diese nicht endende Schlammschlacht zwischen den beiden Kandidaten. Es liegt ja nun wirklich nahe, dass das schmutzige Wäsche waschen zwischen Obama und Clinton das beste ist, was den Republikanern je passieren konnte im Wahlkampf. Aber wieso um alles in der Welt leuchtet das denn den Democrats nicht ein? Wie kann man denn nur so kurzsichtig sein? Ich muss auch dazusagen, dass ich die Schnepfe Clinton ja gar nicht mag, Frau hin oder her, ich mag sie einfach nicht. Von meiner persönlichen Meinung aber mal abgesehen, liegt sie im Moment hinten, und ich hoffe so so so sehr, dass sie zumindest noch eine sinnvolle Sache tut, und das ist Obama den Vortritt zu lassen und die Schlammschlacht zu beenden, damit die Democrats überhaupt noch eine Chance haben die Wahl zu gewinnen. Dann ist auch endlich mal Zeit und Raum in der Presse um mal schmutzige Wäsche bei McCain zu suchen oder - Hey! - sich mal um die wirklich politischen Themen im Wahlkampf zu kümmern. Das soll ja nicht unwichtig sein, habe ich mal so irgendwo gehört.
Ich glaube, dass man diesen Streit viel früher hätte lösen können, hätte bei den Democrats der (die?) eine oder andere mal weniger an sich, und mehr an die Partei und vor allem an die Bürger Amerikas gedacht… Naja, das trifft ja leider nicht nur auf die USA zu, sondern gilt wohl für die meisten Länder (außer Bhutan, aber die Geschichte gibt es ein anderes Mal). Das war meine Portion Weltfrieden zum globalen Senf für heute. Zum Abschluss noch ein absolut genialer Blog-Tip: http://usaerklaert.wordpress.com/ - Alles, was man sich schon immer über Amerika gefragt hat. Von Wahlsystem bis Rootbeer, und so unfassbar gut und lustig geschrieben, dass jeder mit einem Fünkchen echtem Interesse an den USA den Blog zumindest mal kennen sollte. Und man hat noch jede Menge Spaß beim lesen!