crazy|karo’s Blog


Verbrechen! Diebstahl!
4. Juni, 2008, 8:02
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Frevel! Ungerechtigkeit! Zuerst am Montag keine Süddeutsche, und jetzt heute wieder keine. WAS SOLL DAS? Klaut mir irgendwer meine Zeitung aus dem Briefkasten OR WHAT? Was ist das bitte für eine himmelschreiende Frechheit, einem die Zeitung aus dem Briefkasten zu mopsen?? Was ist das denn für eine Welt? Ich werde also morgen entweder ultrafrüh aufstehen und mich auf die Lauer legen, oder bei der Süddeutschen anrufen, was man denn da machen kann dagegen. Oder eine Falle mit Schnüren, Giftpfeilen und riesigen Gesteinsbrocken konstruieren. Kann ja echt nicht war sein…

Mein neuer Blog existiert schon, im geheimen. Aber noch nicht reif. Wird aber.



Zeitungstausch
2. Juni, 2008, 20:39
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Der Tag hat komisch angefangen. Statt meiner vertrauten Süddeutschen Zeitung blinzelte mir heute ein Exemplar der Erlanger Nachrichten aus meinem Briefkasten entgegen. Was kein adäquater Ersatz ist für die Süddeutsche. Und vor allem, ich weiß nicht warum!

Bisher dachte ich, jede Zeitung hätte ihre eigenen Zeitungsboys, die da in aller Herrgottsfrühe ihr Druckerzeugnis in die Briefkästen befördern. Aber dass heute plötzlich die Erlanger Nachrichten bei mir landeten, kann ja nur einen Schluss zulassen: Dass die Zeitungsausträger für verschiedene Zeitungen gleichzeitig austragen und sich derjenige - wohl noch schlaftrunken - heute in der Zeitungssorte geirrt hatte. Denn wenn mein Zeitungsbeauftragter nur von der Süddeutschen wäre und es schlicht und einfach vergessen hätte, mir heute ein Exemplar einzuwerfen, wäre doch der Zufall arg gewaltig, wenn genau an dem Tag, an dem der Süddeutsche vergisst, seine Zeitung bei mir einzuwerfen, der Erlanger aus Versehen bei mir ein Exemplar seiner Zeitung los werden würde.

Auf jeden Fall war der Tag damit verkorkst und irgenwie schief. Man entwickelt wohl im Alter so seine Rituale, die den Alltag strukturieren, und fehlt etwas oder kann man eine Abweichung vom Normalzustand registrieren, geht damit auch irgendwie gleich der ganze Tag dahin. Alles wird irgendwie - krumm.

Ich hoffe, morgen wieder eine Süddeutsche in meinem Briefkasten zu entdecken.



Die Frage nach der Schnur
14. Mai, 2008, 10:12
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Immer wenn ich sie dringend brauche, habe ich keine zu Hause: Die Schnur. Doch wo ist die stinknormale Schnur heutzutage eigentlich hin? Möchte man wirklich einfach nur eine Schnur ohne einen bestimmten Zweck, fängt es schonmal damit an, dass man gar nicht weiß wo man denn eine kaufen kann. Schon in der Norma gegenüber bekommt man alles mögliche vom Sägeblätter-Set bis zum Moskitonetz mit leuchtenden Schmetterlingen, aber keine Schnur.

Sucht man weiter, findet man vielleicht eine Paketkordel, die fast so etwas wie eine normale Schnur ist, nur viel teurer. Dann gibt es noch Geschenkbänder, Bastschnüre und verschiedene andere Sonderschnüre im Bastelladen, die aber allesamt das Budget einer Normalschnur bei weitem übersteigen.

Liebe Schnurinustrie, ich möchte wieder eine Normalschnur haben, für die ich nicht erst drei Stunden in der Stadt suchen muss. Und die keine Sonderfunktionen und -ausstattungen hat, außer eine stinknormale Schnur zu sein.



Die kleinen Abschiede des Lebens oder Ein Turnschuh geht in Rente
12. Mai, 2008, 16:36
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Wer hat sie nicht: Die Lieblingsturnschuhe, den Lieblingsbikini, die Lieblingshose, das Lieblingskleid. Lange haben sie uns begleitet, immer für uns im Schrank gewartet, wann immer wir sie brauchten. Sie waren immer da. Wir haben sie gewaschen, getrocknet, geputzt, mit Zeitungspapier ausgestopft, mit Fleckensalz behandelt. Dann kommt der traurige Moment, wo der Gummi sich mit einem spröden Kratzgeräusch für immer verabschiedet, die Fasern der Hose so durchgerutscht sind dass man nicht mehr weiß wo man noch das flicken anfangen soll, das Leder sich von der Sohle oder gleich die Sohle vom Schuh löst und das Lederriemchen endgültig unter den Fingern zerbröselt.

Das sind die traurigen Momente, in denen unsere Lieblingsstücke uns sagen “Wir können nicht mehr”. Wir haben so viel zusammen erlebt, aber wir haben uns einen gemütlichen Lebensabend samt Rente verdient.

Sie wegzuschmeißen würden wir ohnehin nicht übers Herz bringen. Aber wie sieht der gemütliche Lebensabend eines Turnschuhs aus?



Riechen oder stinken? Eine Hassliebe

Knoblauch, Knoblauch
Ist unsere Leidenschaft.
Knoblauch, Knoblauch
Gibt Leib und Seele Kraft.
Er macht größer was zu klein ist.
Er macht edel was gemein ist.
Und macht härter was erschlafft.
Und macht härter was erschlafft.
(Tanz der Vampire)

Ein Mittel gegen Blutsauger, eine Medizin bei mittelalterlichen Pest- und Choleraepidemien, ein Angriff auf die Nase der alten griechischen Götter, aus des Teufels (linkem) Fußabdruck entsprungen, eine Grabbeigabe für Pharaonen und Streikgrund für Pyramidenarbeiter: Viel wird dem Knofi so nachgesagt, und so vielschichtig die Legenden sind die den Knoblauch umranken, so vielschichtig sind unsere Gefühle ihm gegenüber. Irgendwie mögen wir ihn alle, aber irgendwie verabscheuen wir ihn auch. Nach dem Genuss meines selbstgemachten Zaziki heute konnten wir jedenfalls die Stinkwolken förmlich sehen die wir so produzierten, und die Rosen in der Vase auf dem Tisch haben merklich die zarte Nase gerümpft.

Da ich zum ersten Mal in meinem Leben frischen Knoblauch statt getrocknetem für das Zaziki verwendet habe, muss ich gleich mal meine Erfahrungen und neuen Erkenntnisse teilen. Den frischen Knoblauch verwendet man nämlich wie eine Zwiebel geschält im Ganzen, also die komplette Knolle, und er ist milder im Geschmack, außerdem kommt er aus Asien und es gibt ihn nur an ein paar Wochen im Frühjahr, dann ist die Saison vorbei. Dann habe ich gelernt, dass es noch den sogenannten Elefanten- oder Riesenknoblauch gibt. Dessen einzelne Zehen sind so groß wie in ganzer ‘normaler’ Knoblauchkopf. Und es gibt noch den Chinesischen Knoblauch, der etwas rötlich anmutet von außen, ansonsten unserem Knoblauch ähnelt, aber er besteht von Haus aus nur aus einer einzigen, großen, homogenen ‘Zehe’. Diese ausgefalleneren Varianten ersparen einem auf jedem Fall viel lästiges Geschäle.

Interessant auch die vielen unterschiedlichen Ratschläge, wie man den geliebt-gehassten Knoblauchduft wieder los wird. Da soll zum Beispiel helfen Trinken von Milch, Kauen von frischen Petersilien- oder Kerbelblättchen, Kaffeebohnen, Chlorophyll-Tabletten (erhältlich in Drogerien und Apotheken), Kardamomsamen, Gewürznelken”. Und gegen den Geruch an den Händen vom Schneiden soll entweder Zitronensaft helfen, oder sich mit irgendeinem Edelstahlgegenstand die Hände wie mit Seife zu waschen, oder - selber Effekt - die Hände am Spülbecken zu reiben. Zusätzlich sollte man die Hände schon nassmachen mit kaltem Wasser bevor man anfängt zu schneiden.

Zum Abschluss noch etwas Wissen zum Angeben, wie griechisch denn Zaziki nun wirklich ist:

Die türkische Küche hat auch die griechische und die Balkanküche geprägt. So stammt zum Beispiel der “Zaziki” aus dem türkischen “Cacık” und “Cevapcici” kommt von “Kebap Şişi” (Kebap-Spieß; Spießbraten). Auch der “Joghurt” kommt vom türkischen “Yoğurt”.
(Wikipedia)



Das Mysterium Kühlschrank
28. April, 2008, 18:18
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Da ich meine verehrte Leserschaft nicht schon wieder mit unnützem Wissen quälen mag, heute etwas zum Thema Kühlschrank. Ich habe ja bereits diverse Erfahrungen damit gemacht, dass wenn man etwas zu nah an der hinteren Innenwand eines Kühlschranks aufbewahrt, sich Wasser ansammelt auf betroffenem Lebensmittel und man das tunlichst vermeiden sollte. Heute habe ich nun etwas neues bemerkt, denn die Dinge die man zu nah an der Wand lagert können auch mitten in der Normaltemperatur eines Kühlschranks richtig einfrieren. So geschehen mit meinem Kopf Eisbergsalat, der an einem Punkt zwei Zentimeter tief eingefroren war, mit diversen Eisschichten zwischen den Blättern. Worauf ich mich nun frage, wie so ein Kühlschrank denn eigentlich funktioniert. Aber auf einer anderen Ebene will ich es dann doch gar nicht so genau wissen. Manche Dinge sind denke ich schöner, wenn man gar nicht weiß, wie sie denn eigentlich im Detail funktionieren. Photosynthese. HTML. Meine Küchenmaschine. Mein Computer. Kühlschränke. Manchmal braucht man die kleinen Mysterien des Alltags, um sich noch einen Rest Unerklärbarkeit in unserem durch-, über- und aufgeklärtem Universum zu bewahren.



Verflixte Tortillas
13. April, 2008, 14:04
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Wo wir schon beim Thema sind, habe ich eigentlich schon erwähnt dass ich echt manchmal schweinedoof sein kann? Da lege ich den rohen Tortilla-Fladen in das kochendheiße Öl und fasse mit meinem kleinen Finger schön bis auf den Boden der Pfanne. So ein kleiner unschuldiger Finger kann echt wehtun für mehrere große… Gnarg.



Der Putz- und Schmutzradierer
13. April, 2008, 10:13
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Habe ich schonmal erwähnt dass ich total empfänglich für suggestive Werbebotschaften bin? Ich weiß auch nicht warum, aber gestern beim Einkaufen in der Norma hatte ich plötzlich eine Packung “Aqualine Schmutzradierer für innovative Fleckenentfernung” in der Hand. Laut Packung kann man damit fiese Kalkflecken, eingetrockneten Schmutz und sogar Wachsmalkreide auf weißer Wand einfach wegradieren:

Der Schmutzradierer

Zuhause angekommen musste ich das natürlich sofort ausprobieren, und siehe da, es funktioniert. Kalkflecken und selbst das eingetrocknete kleine Schwarze am Rand der Herdplatten lassen sich wegrazzefummeln. Und dann stelle ich mir die ultimative Frage: Ich habe 2 Euro in eine Investition gesteckt die überhaupt nicht hätte sein müssen (für einen mittellosen Studenten ist das schon nennenswert). Habe ich nun mit dem tollen Radiergummi einfach nur unterbewusst fester geschrubbt als mit einem bereits existierenden Schwamm der mich nichts gekostet hätte, um meine unnütze Ausgabe von 2 Euro im Nachhinein irgendwie zu rechtfertigen? Hätte derselbe Putzradiergummi noch besser geputzt wenn er 20 Euro gekostet hätte, weil ich dann noch fester geschrubbt hätte? Wie dem auch sei, vielleicht macht es auch einfach nur mehr Spaß, das Radiergummiputzen. Die Dinger sind auch ultraflauschig und extrem weiß, und man kann irgendwie seine destruktiven Triebe befriedigen wenn man dieses unschuldige Weiß ganz schnell mit braunem und schwarzen Dreck zunichte macht. Vielleicht rede ich mir aber auch das nur wieder ein weil ich mal wieder total sinnloses Zeug gekauft habe.

Wie die Webcam mit der das obige Foto entstanden ist. Nein, ich kaufe mir nicht die billige, solide Cam, sondern natürlich den bunten, teureren Crap, weil es eine “Blog Webcam” mit “Image Transfer” und “Burst Shooting Mode” ist. Ach, was solls, meine Blog-Cam ist suuuper! Und ich kann damit direkt Bilder auf meinen iPod laden! Und ich hab einen “travelling Zoom” mit Head-Tracking!! Ätsch!